Don Pasquale
Landestheater Vorarlberg Bregenz
Gaetano Donizetti
Premiere: Februrar 2018
Dirigent: Karsten Januschke
Regie: Michael Schachermaier
Ausstattung: Friedrich Eggert
Dramaturgie: Dorothe Bauer-Willert
Mit: Raphael Siegling, Alexandra Flood, John Brancy, Tamás Tarjányi , u.a.
Landessymphonieorchester Bregenz, Festspielchor Bregenz
Michael Schachermaier lässt die Handlung dieser temporeichen Donizetti Oper in einer multifuntkionalen Landschaft aus Tresoren spielen und setzt auf die Kraft der Komödie.
Der alte, wohlhabende, aber geizige Junggeselle Don Pasquale will seinen Neffen Ernesto verheiraten: mit einer wohlhabenden Frau. Doch Ernesto zieht die junge, mittellose Witwe Norina vor, die ihn liebt. Doch obwohl Don Pasquale Norina nie gesehen hat, lehnt er diese Ehe ab – und jagt Ernesto kurzerhand aus dem Haus. Niedergeschlagen schreibt dieser seiner Geliebten Norina einen Abschiedsbrief. Doch Norina gibt Ernesto nicht auf ...
Don Pasquales neuer Plan lautet nun selbst zu heiraten – und sein Freund Dr. Malatesta soll ihm dabei behilflich sein. Dieser allerdings hält zu Ernesto und fädelt ein Verwirrspiel ein, bei dem Norina und Ernesto mitspielen: Norina wird dem alten Junggesellen als Malatestas wohlerzogene, im Kloster groß gewordene Schwester Sofronia präsentiert. Don Pasquale ist von diesem stillen, tugendhaften Geschöpf hingerissen – und geht mit ihr eine von Malatesta inszenierte Scheinehe ein (die Don Pasquale für echt hält). Unmittelbar nach der Trauung ändert Sofronia (=Norina) ihr Verhalten. Sie wird zur verschwenderischen, lieblosen, schnippischen Xanthippe, die Pasquale terrorisiert und ihn – offenbar – betrügt. Um sie wieder aus dem Haus zu treiben, will Don Pasquale seinen Neffen Ernesto, ausgestattet mit einer reichen Mitgift, mit (der ihm immer noch scheinbar unbekannten) Norina bei sich aufnehmen. Da wird ihm die wahre Identität Sofronias aufgedeckt.
© Anja Köhler, Landestheater Vorarlberg
„Überzeugende Regie. Nun nimmt die Intrige ihren Lauf. Regisseur Michael Schachermaier führt seine Figuren dabei so spritzig, so verspielt, aber gleichzeitig so detailverliebt, dass das Schmunzeln über die vielen lustigen Gesten, witzigen Andeutungen und kleinen Gags nicht eine Sekunde aus den Gesichtern im Publikum verschwindet. Auch der Chor trägt – gut geführt und sauber geleitet – einen guten Teil der Handlung mit.“
„Die Opera buffa „Don Pasquale“ von Gaetano Donizetti hat auch 175 Jahre nach der Uraufführung in Paris noch genügend Aktualität, Esprit und musikalisches Feuer. Das bewies am Freitag die mit großem Beifall gefeierte Premiere im Kornmarkttheater Bregenz.“