Die Entführung aus dem Serail
Stadttheater Klagenfurt
Deutsches Singspiel in drei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart / Libretto von Johann Gottlieb Stephanie d.J. nach Christoph Friedrich Bretzner
Premiere: November 2016
Musikalische Leitung: Giedrė Šlekytė
Regie: Michael Schachermaier
Bühne und Kostüme: Jessica Rockstroh
Choreinstudierung: Günter Wallner
Dramaturgie: Rebecca Graitl
Mit: Pascal Lalo, Simon Bode, Anna Rajah, Amelia Scicolone, Raphael Siegling,u.a.
Eine Entführung sorgt für allerlei Liebeswirren: Mit Mozarts Singspiel stellt sich die aufstrebende litauische Dirigentin und Erste Kapellmeisterin des Stadttheaters, Giedre Šlekyte, nun dem Klagenfurter Publikum vor. Darüber hinaus inszeniert der junge Schauspielregisseur Michael Schachermaier seine erste Oper. Es erwarten Sie aufregende Stimmen von einem hochbegabten jungen Ensemble.
Konstanze, Blonde und Pedrillo geraten durch eine Entführung in das fremde Reich des Bassa Selim. Belmonte setzt alles daran, seine Verlobte Konstanze zu befreien, doch muss er dafür an dem brachialen Osmin vorbei. Als das gelingt, schmieden Pedrillo und Belmonte einen Fluchtplan. Doch das langersehnte Wiedersehen mit den Frauen wird durch Misstrauen getrübt: Belmonte ist zu Ohren gekommen, dass Konstanze von Bassa Selim umworben wurde und befürchtet ihre Untreue. Auch Blonde steht im Verdacht, mit Osmin angebandelt zu haben. Gelingt es den Paaren an die glückliche Zeit vor der Trennung anzuknüpfen?
Den Auftrag für ein Singspiel in deutscher Sprache erhielt Mozart von Kaiser Joseph II. Dieses Werk sicherte dem 26-jährigen Komponisten den Durchbruch als freier Künstler in Wien. Mit seinem Talent zur musikalischen Differenzierung gab er der Gattung des Singspiels eine bis dahin ungekannte Tiefe. Auch Johann Wolfgang von Goethe bemerkte anerkennend: „Alles unser Bemühen daher, uns im Einfachen und Beschränkten abzuschließen, ging verloren, als Mozart auftrat. Die Entführung aus dem Serail schlug alles nieder (…)“
„Michael Schachermaier [...] führt die Personen der Handlung zwischendrin mit großem Geschick und dezent genug, dass sie sich dem wichtigsten Teil ihrer Arbeit widmen können: singend Schicksale fühlbar zu machen. Und dabei kommt Klagenfurts junge Besetzung erstaunlich weit.“
„Verdienter Premierenjubel!“
© K.Fessel, Stadttheater Klagenfurt